3 – Konkrete Projekte zur Mitarbeit

Wir können hier nur eine ganz kleine, sehr willkürliche Auswahl von Projekten etwas näher vorstellen, denen wir mehr oder minder zufällig etwas konkreter „begegnet“ sind. Aber es gibt noch viele Möglichkeiten mitzuhelfen. Bitte schauen Sie sich auch insbesondere auf den Homepages der lokalen Unterstützungsinitiativen um, die so gut wie immer ehrenamtliche Unterstützung für viele konkrete Aufgaben suchen. Entsprechende Initiativen finden Sie unter Regionale Flüchtlingseinrichtungen. Bitte geben Sie gerne auch Rückmeldung an uns, wenn Sie ein weiteres Projekt empfehlen möchten, entsprechende Erfahrungen berichten möchten oder ein Projekt in der unten genannten Form nicht mehr existieren sollte!!! 

Erste Kontakte
Die evangelisch-lutherische Gemeinde in Wohldorf-Ohlstedt hat in ihren Gemeinderäumen für die Flüchtlinge aus dem Camp auf dem Ohlstedter Marktplatz seit einiger Zeit samstags von 15.00 – ca. 17.30 ein „Flüchtlingscafe“ eingerichtet. Die jeweils ca. 50 – 100 Flüchtlinge werden dort mit Kaffee, Tee, Gebäck und selbstgebackenem Kuchen bewirtet. Aber auch deutsche Gäste, die sich mit den Flüchtlingen an die Tische setzen und versuchen, auf alle verfügbaren Arten Kontakt aufzunehmen, sind herzlich willkommen. Oft ist doch auch ein erster Gesprächsaustausch möglich. Für die Flüchtlinge ist die Teilnahme von Bewohnern aus der Region ein Zeichen ihres Willkommenseins, für deutsche Gäste ist es eine relativ einfache Möglichkeit ersten Kontaktes mit Menschen aus einem anderen Kulturkreis und vielleicht auch die Chance, in diesem Rahmen relativ unbefangen auf Flüchtlinge zuzugehen und das eine oder andere von Ihnen zu erfahren. Sie wären auch nicht die Ersten, bei denen sich der Kontakt rasch in erste kleine Deutschlektionen verwandelt! 

Unterstützung der Nähstube in der Flüchtlingsunterkunft August-Krogmann-Straße (personell und mit Material):
Die Gemeinde Heilig Geist, Farmsen, engagiert sich mit der Initiative „Stoffe und Wolle“ in der Flüchtlingsunterkunft August-Krogmann-Straße. Gesammelt werden Nähmaschinen und Stoff- sowie Wollreste, um jeweils am Freitagnachmittag mit den Bewohnerinnen Taschen, Kleidungsstücke und vieles mehr zu nähen. Die Vorräte an Wolle, Stoffen und auch Nähmaschinen brauchen immer Nachschub!! Falls Sie die Initiative damit unterstützen wollen, wenden Sie sich bitte direkt an die Organisatorinnen: Karin Heimer (Tel.: 643 5642), Sabine Liedtke (Tel: 64505850), Heike Schmüser (Tel.: 468 62724). Auch eine personelle Unterstützung der Gruppe bei den entsprechenden Treffen für die Frauen am Freitagnachmittag ist willkommen. Diese Unterstützung kann auch punktuell sein. 

Begleitung bei Behördengängen
Frau Lehmann von der Initiative FREUNDESKREIS FÜR ASYLBEWERBER e.V., die die Unterkunft am Waldweg seit Jahren betreut, hat uns mitgeteilt, sie habe immer wieder Bedarf an Menschen mit Zeit, die recht flexibel Flüchtlinge zu Behörden, Ärzten oder Anwälten begleiten können, auch ohne längere Planung und Vorankündigung, idealerweise noch mit den ein oder anderen Sprachkenntnissen. Für Behördengänge erscheint es uns sinnvoll, sich vorher etwas mit den Grundzügen des Asylverfahrens vertraut gemacht zu haben (s. Weitere Links und Informationsquellen). Entscheidend ist aber wohl v. a. eine gewisse zeitliche Flexibilität – sowohl hinsichtlich der Termine, was sich in der Regel vorher klären lässt, leider aber eben auch hinsichtlich deren Dauer, die nicht immer ganz vorhersagbar ist (Tel.: 040-533 04 663, baerbel.bach@gmx.de).

Deutschpatenschaften von ohlstedt-hilft.de
Nicht ausprobiert, aber spannend und als Einstieg in Flüchtlingsarbeit geeignet scheint uns das Projekt „Deutschpatenschaften“, das Martin Grell (Kontakt: begleitung@ohlstedt-hilft.de) anregt. Es geht darum, sich mit einem „Flüchtlingspaten“ 1x/Woche für eine frei gewählte Zeit (z.B. 1 – 2 Std.) zu treffen, etwas gemeinsam zu unternehmen und zu erleben. Dabei soll die Motivation Deutsch zu lernen gestärkt und durch praktische Konversation Erlerntes aus dem Unterricht praktisch geübt werden. Diese informelle, themenbezogene Form einer Patenschaft soll die Integration befördern ohne die Paten zu überfordern.

Unterstützung des Flüchtlings-Nachtasyls in der Danziger Straße
Der Caritasverband Hamburg e.V. hat zusammen mit dem Erzbistum und dem Kirchenkreis Hamburg Ost im Saal der Kirchlichen Dienste, Danziger Str. 64 ein Übernachtungslager für Flüchtlinge eingerichtet. Zusammen mit zwei weiteren Initiativen (eine des Schauspielhauses und eine der Moschee in St. Georg) wird Flüchtlingen, die spät abends in Hamburg ankommen, eine bahnhofsnahe Unterkunft für die Nacht zur Verfügung gestellt.

Die Einrichtung in der Danziger Str. beherbergt jede Nacht ca. 70 – 10 0 Flüchtling, v. a. solche die am nächsten Morgen weiter Richtung Norden und Skandinavien fahren.

5 – 6 Mitarbeiter kümmern sich in 2 Schichten (23 – 5 Uhr und 5 – 11 Uhr) um die Flüchtlinge, statten sie mit dem Notwendigsten aus, weisen ihnen einen Schlafplatz zu und versorgen sie morgens mit einem Frühstück. Auch dabei besteht Gelegenheit, einiges über die Schicksale der Flüchtlinge zu erfahren, denn trotz des Nachtlagers finden nicht alle Flüchtlinge Schlaf.

Es besteht im Internet ein Schichtplan, in den man sich eintragen kann. Besonders an den Wochentagen, die für „normale“ Berufstätige kaum zu leisten sind, besteht noch Bedarf an Helfern. Interessierte nehmen bitte mit Pastor Norbert Bezikofer, Flüchtlingsseelsorger des Caritas-Verbandes, Danzigerstr. 66, 20099 Hamburg, Tel. 040 / 280 140 66 oder besser noch E-Mail bezikofer@caritas-hamburg.de Kontakt auf (am besten unter Angabe wie oft und wann ein Einsatz möglich wäre).

Unterstützung der zentralen Kleiderkammer in den Messehallen – Halle B7/Holstenglacis
Die zentrale Kleiderkammer sucht permanent – auch stundenweise – Helfer. Jeder kann einfach vorbeikommen und sich am Empfang melden – und nach kurzer Einweisung sofort mit anpacken! Es wird jede helfende Hand gebraucht. Auch Fahrer werden gesucht. Anfahrt bevorzugt mit der U2 Ausgang „Holstenglacis/Strafjustizgebäude“, dann re. Um die Ecke in die Holstenglacis, dem Straßenverlauf folgen bis zum Pförtner.
Zeiten für Helfer: tgl. Mo – So von 10.00 – 21.00 Uhr!