Geschichte

Kirchweihe-26.8.1934Heilig Kreuz Volksdorf gibt es seit dem 26. August 1934.

Da wurde die erste Heilig Kreuz-Kirche (am selben Ort wie der heutige Bau) von Bischof Dr. Wilhelm Berning geweiht. Wenige Tage vorher hatte er den Kaplan Bernard Alves zum ersten Pastor der neuen Gemeinde ernannt.

 

Hier einige wichtige Jahreszahlen:

1931
In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts lebten nur wenige katholische Familien in den Hamburger Walddörfern. Einige baten den Bischof von Osnabrück anläßlich der Firmung in St. Sophien, Hamburg-Barmbek, in den Walddörfern eine Gottesdienststätte einzurichten. Der Bischof sagte unter der Bedingung zu, daß wenigstens hundert Katholiken aus den Walddörfern diese Bitte durch ihre Unterschrift bestätigen. Man brachte die Unterschriften zusammen – die Liste im Pfarrarchiv beweist, daß auch schon Kleinstkinder mit „unterschrieben“. Am 2. Weihnachtstag des Jahres 1931 wurde der erste Gottesdienst in der Schulbaracke am Bahnhofsweg (heute Claus-Ferck-Straße) gehalten.

1933
Am 29. September wird das Grundstück Farmsener Landstraße 181/183 erworben und das Gebäude darauf – eine frühere Landarbeiterkate – zum Pfarrhaus umgestaltet. Die Architekten Kamps und Benselmann bauen unmittelbar daran die erste klei-ne Kirche.

1934
Am 26. August wird die Kirche durch Bischof Dr. Wilhelm Berning konsekriert.Da das alles 1933 – im Jubiläumsjahr des Kreuzestodes Jesu Christi – seinen Anfang genommen hatte, erhielt die Kirche den Titel „Hl. Kreuz“ Volksdorf mit dem Titularfest „Kreuz-Erhöhung“, am 14. September.Erster Seelsorger der Gemeinde war bis zu seinem Tod am 1. März 1945 Pastor Bernhard Alves.

1937
Am 4. April feiert Johannes Prassek in „Hl. Kreuz“ seine Heimatprimiz. Am 23. Juni 1943 wird er vom Berliner Volksgerichtshof „wegen Volksverhetzung“ zum Tode verurteilt und am 10. November 1943 als einer der „Lübecker Martyrer“ im Hamburg hingerichtet; zusammen mit seinen Mitbrüdern Hermann Lange, Eduard Müller und dem evangelischen Pastor Karl Friedrich Stellbrink.

1945
Bis Mitte des Jahres übernahm Rektor Joseph Schäfermeyer die Seelsorgsarbeit. Am 26. August wird der neue Pastor Alois Ostendarp durch Prälat Wintermann in sein Amt eingeführt.Viele ausgebomte Hamburger ziehen in die Walddörfer; dazu werden Flüchtlinge aus dem Osten hier angesiedelt. So wächst die Gemeinde auf fast 3000 Seelen.

1953
Pastor Ostendarp übernimmt die wieder aufgebaute Gemeinde „Herz Jesu“ in Hamburg-Hamm. Sein Nachfolger wird am 1. Adventssonntag der vormalige Stadtjugendseelsorger Pastor Bernhard Pohlmann.

1962
Im Rahmen der Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse in Hamburg wird die Gemeinde selbständige Pfarrei mit eigenem Kirchenvorstand, zugleich schließen sich alle katholischen Gemeinden zum „Verband der röm.-kath. Kirchengemeinden in der Freien und Hansestadt Hamburg“ zusammen. Dieser Verband wird Eigentümer des Grundstücks und Bauträger für die neue Kirche, die angesichts der stark angewachsenen Gemeinde geplant werden muß.

1963-65
Planung und Neubau der Kirche fallen in die Zeit des 2. Vatikanischen Konzils (1961 – 1965) – ein Glücksfall für die Gemeinde. Die Architekten Rau – Bunsmann – Helle – Scharf verstanden es, richtungweisende Aussagen des Konzils über die Kirche und ihre Liturgie in eine überzeugende bauliche Idee umzusetzen: In dem zeltartigen Gebäude versammelt sich die Gemeinde, das „pilgernde Volk Gottes“, um die grundlegenden Sakramente: Taufe und Eucharistie. Am 20. Oktober 1963 war der letzte Gottesdienst in der alten Kirche. Am 16. Juni 1965 wurde die neue Kirche durch Weihbischof Johannes von Rudloff geweiht. Während der Bauzeit genoß die Gemeinde für ihre Sonntagsgottesdienste Gastrecht in der evangelischen Kirche am Rockenhof. Auch das neugebaute Pfarrhaus konnte 1965 bezogen werden.

1965
Am 1. Mai nimm Frau Elisabeth Lippok aus Bremen ihren Dienst als Pfarrhelferin, später Gemeindereferentin, in der Gemeinde auf. Sie bleibt „ihrer“ Gemeinde Heilig Kreuz treu, bis sie nach 37 Jahren am 31. Juli 2002 in den Ruhestand geht. Aber auch im Ruhestand arbeitet sie weiter für Heilig Kreuz und kann so am 1. Mai 2015 ihr 50-jähriges Jubiläum in der Gemeinde feiern.

1969
Bereits 1966 hatte der Kirchenvorstand eine neue Orgel bei der Firma Alfred Führer in Wilhelmshaven in Auftrag gegeben. Nach Verzögerungen kann Stadtdechant Prälat Siegel am 14. September die neue Orgel ihrer Bestimmung übergeben.

1968-70
Nach Fertigstellung von Kirche und Pfarrhaus stand für das Gemeindeleben nur ein Mehrzweckraum zur Verfügung. Darum wurde ab 1968 ein Gemeindehaus geplant. Nach Erweiterung des Grundstücks konnte im Frühjahr 1969 mit dem Bau begonnen werden. Am 6. Februar 1970 öffnet das neue Gemeindehaus seine Pforten; offiziell eingeweiht wird es am 3. Juli 1970. Am 1. September wird ein neuer Kindergarten, der als „zusätzlicher“ Kindergarten in vorhandenen Räumen von der Jugendbehörde mitfinanziert wird, eröffnet. In Selbsthilfe hat dann die Gemeinde den Innenhof und die Außenanlagen fertiggestellt und damit den Neubau vollendet.

1983
Nach fast 30 Jahren geht der Geistliche Rat Pfarrer Bernhard Pohlmann am 1. November in den Ruhestand. Als sein Nachfolger wird Gerhard Staudt, vormals Kaplan in Papenburg – St. Antonius, am 2. Adventssonntag eingeführt.

1995
Am 7. Januar wird das Erzbistum Hamburg in einem Festgottesdienst im Dom St. Marien errichtet und Dr. Ludwig Averkamp, vormals Bischof von Osnabrück, als Erzbischof von Hamburg durch den Apostolischen Nuntius Lajos Kada in sein Amt eingeführt. Gleichzeitig werden die Weihbischöfe Dr. Hans-Jochen Jaschke und Norbert Werbs zu Bischofsvikaren im Erzbistum Hamburg ernannt. In der Folge geht die Kirchensteuerhoheit des „Verbandes“ der katholischen Kirchengemeinden in Hamburg auf das neue Erzbistum über. Bei der Vergabe der jährlichen Kirchensteuermittel (Schlüsselzuweisung) für die Hamburger Gemeinden wirken der „Verband“ und das Erzbistum zusammen. Den Gemeinden werden die Kirchengrundstücke als Eigentum übertragen.

2003
Am 1. September nimmt Gemeindereferent Thomas Wagner in Heilig Kreuz seinen Dienst auf. Er kommt mit seiner Familie aus dem Erzbistum Berlin, wo er nach Abschluss seiner Ausbildung wegen drastischer Sparzwänge nicht übernommen werden konnte.

2007
Am 1. August tritt Gemeindereferent Thomas Wagner seine neue Stelle als Diözesanreferent für Jugendarbeit und Jugendpastoral im Erzbistum Hamburg an. Als seinen Nachfolger ernennt Erzbischof Dr. Werner Thissen selben Termin den Gemeindeassistenten Christoph Mainka aus Hamburg.

2009
Nach zweijähriger Assistentenzeit schließt Christoph Mainka erfolgreich seine pastorale Ausbildung ab und wird am 5. September im Mariendom von Erzbischof Dr. Werner Thissen als Gemeindereferent zum pastoralen Dienst im Erzbistum Hamburg gesendet. Seine Einsatzstelle bleibt die Pfarrei Heilig Kreuz Volksdorf, wo er am 6. September in einem Festgottesdienst begrüßt wird.
Die Gemeinde feiert ihr 75-jähriges Jubiläum mit einer Festwoche vom 5. bis 14. September.

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